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Die Realschule ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule der Sekundarstufe I. Zu dieser Sekundarstufe gehören alle weiterbildenden Schulen, auch das Gymnasium mit den Klassenstufen 5 - 10 ist Teil dieses Schulkonzepts. Lediglich die Gymnasialklassen 11 - 12 (bzw. 13) bilden die Sekundarstufe II. Während die Sekundarstufe I mit der Fachoberschulreife abschließt, führt die Sekundarstufe II zum Abitur. Die Realschule sieht ihre Aufgaben in erster Linie in der Vermittlung grundlegender Befähigungen, die zu einer selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Gestaltung des Lebens notwendig sind. Personale und soziale Erziehung und die schulformbezogene fachliche Bildung sollen der Weg sein, den Schülerinnen und Schülern Anregungen und Hilfen zur angestrebten Mündigkeit anzubieten. Die Entfaltung von Individualität und der Aufbau sozialer Verantwortung, das gemeinsame Leben und Lernen, die Bewusstmachung des Rollenverständnisses von Mädchen und Jungen sind Teilaspekte, das Globalziel zu erreichen. In gleicher Weise gehört aber auch die kulturelle Teilhabe der Jugendlichen dazu. Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einem offenen Umgang mit anderen Kulturen ermutigt werden, um daraus Möglichkeiten kritischer Wertung und verantwortlicher Weiterentwicklung der eigenen Kultur entstehen zu lassen. Ein ganz wichtiger Schritt hin auf diese Zielsetzung ist die Entwicklung von Phantasie und Kreativität, die Erprobung von Gestaltungs- und Darstellungsformen und das Erlebnis von Schule als eigener kultureller Raum. In gleicher Weise gehören die kritische Auseinandersetzung mit dem Einfluss der Medien und der Bedeutung von Freizeit dazu. Die Realschule sorgt sich auch in besonderem Maße um die verantwortungsvolle Tätigkeit in der Berufs- und Arbeitswelt. So fördert der Unterricht in der Realschule Schülerinnen und Schüler in ihrer Fähigkeit, sich mit der Bedeutung von Arbeit und Beruf für den einzelnen Menschen in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Dies muss auch durch die Vermittlung von Einsichten in die Verflechtung von wirtschaftlichen Entwicklungen und politischen Entscheidungen sowie deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt erfolgen. Der Hinweis und das Bestreben nach Einsicht in die Notwendigkeit nach lebenslangem Lernen zur Anpassung an den schnellen technologischen und strukturellen Wandel darf in diesem Feld nicht fehlen. Sieht man sich einmal die vom Kultusministerium erlassenen Richtlinien, auch in fächerspezifischer Hinsicht, genau an, so wird einem stets die Forderung begegnen, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortlichem Handeln zu erziehen. "Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, gesellschaftliche politische Entscheidungsprozesse zu erkennen, zu nutzen, zu erweitern und zu beeinflussen."
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